Während meiner Tätigkeit in der Verwaltung der Gemeinde fiel mir häufig auf, dass andere Schaumburger Gemeinden bereits mit einem eigenen Wappen ausgestattet waren und in ihren Dienstsiegeln das Sinnbild der Grafen von Schaumburg, das Nesselblatt, aufgenommen hatten.
Diese Tatsache nährte auch bald in unserem Gemeinderat Überlegungen, die darauf hinausliefen, eine so alte und traditionsreiche mit zahlreichen Sinnbildern und Symbolen ausgestattete Gemeinde wie die unsrige auch mit einem Wappen zu versehen.
Nach wiederholten lebhaften Beratungen einigte man sich darauf, sich hinsichtlich dieses bedeutenden Vorhabens von einem erfahrenen Heraldiker beraten zu lassen. Ein solcher Fachmann bot sich in der Person des Freiherrn Hans-Georg v. Blomberg auf dem Gut Nienfeld an.
Nach dem Wunsche des Gemeinderates erklärte Herr v. Blomberg sich bereit, ein Ortswappen für die Gemeinde Apelern zu entwerfen, den Entwurf dem Rate zur Begutachtung vorzulegen, zu erläutern und auch schriftlich zu begründen.

Nachdem der Entwurf im Sommer des Jahres 1967 vom Rat der Gemeinde beifällig aufgenommen worden war, beschloss dieser, das Wappen in der vorliegenden Gestaltung führen zu wollen. Die Verleihung von Wappen war einstmals ein staatliches Hoheitsrecht. Seit dem Inkrafttreten der Niedersächsischen Gemeindeordnung dürfen die Gemeinden selbst über die Annahme von Wappen beschließen. Der Beschluss einer Gemeinde bedarf aber der Genehmigung des Innenministers.
Dem durch Eifer und gründliches Nachdenken entstandenen Vorschlag des Herrn v. Blomberg hatte es die Gemeinde Apelern zu verdanken, dass sie von 1967 an auch in ihrem Dienstsiegel den „Apfelbaum und Bischofsstab“ als Sinnbild führen konnte. Mit seiner künstlerischen Ader für heraldische Gestaltung hat er unserer Gemeinde nicht nur einen großen und ehrenvollen Dienst erwiesen, sondern auch seine eigene Heimat mit einem Stück bleibender Überlieferung beschenkt.