Eck well jök jetzt moerl war vertellen un damie bewiesen dat iuse Dörpvon jähär soziörl ingestellt waß:
Sau harnwe schonn seit hunnertfufzig Johrn ein Hius, wi dä Inwuhrner keinen Pennje Mete betörlen, oder bäter geseggt, taun deil nicht betörlen konnen. Dän Normen düsser Friusleue hebbe eck wie et seck gehürt vertiuschet.
Pepenbrinksmudder waß freu Witwe wurn, wütt örber morl seggen, sei konn alles: Har man eine Flechten upper Hiut, de Olsche besprack dä Flechten un wär doran gleuben diä wurde heilt. Wenn einer ümme siene Taukunft bange waß ging nör der Pepenbrinkschen, un eis „Kortenleggersche“ sä sei einen wat man girne hüern wollte. Als Dörpzeitung waß sei orber oek bekannt; wenn einer warr Ne’es wirten wolle, wue ging hei hen: Nör der Roetrocksmudder innen Armeniuse. Kein Wunner, sei harr joer einen groiten Kunnenkreis wäit örber Oerplern riut. Ünne ösch geseggt, et stimme dat meiste nicht wat sei sä un dorümmer harn we’e Kinner sei oek sau girne. Eint mott man der Pepenbrinkschen loerten, ühre veier Jungens sind orendliche Kirls wurn.
Denn wurne noch Küselings Lottschen in düssen Gemeinehiuse, sei waß vör ösch Kinner, ein mörkelloset Friuminsche, sei lirbe von dän Armengelle iut der Gemeine. Woll sei morl einpoor Penje mir hemmen sau moßte dä Gemeinerat düt erst genähmigen.
Nör dän lezten Krege wuhrnen in twei lütschen Dackdönzen veier Geschwister, man kann seck nich vörstellen wie dä do inne wuhrnt het, dä kennen keine Beddestiehen, in Decken und Lumpen gehüllt schleipen sei uppen Fautbonnen. Düsse Leue het kein Geld annenormen obglek ühr nor dän „Lasteniutglekgesetze“ dat aß Flüchtlinge iut Oberschlesien taustonnt. Taulezt würen et noch twei Schwestern, düsse barden Maikens würen sau ingestellt, wie et seck in normalen Lirben gehürt: Verlört deck nich up den Stört, sondern verdeine deck dat Geld, damit due lirben kannst.
Upper Striörten vor düssen Hiuse hebbe as Kinner mit Knickers äh tipselt. Nuin eine Froige an dä Kinner un ganz jungen Leue:

Wecket Hius isset?

Abb. 1 – 3: Durch diese Bilder kann man feststellen, wo das frühere Armenhaus steht. Nun, wo ist es?

Apelerner Teerkolonne bei Instandsetzungsarbeiten an der Straße zum ehemaligen Armenhaus